Schlagwort-Archive: Amadora

Schäuble und andere Krisen

Am Wochenende kam die Degrowth-Caravane in Lissabon an. Sie besuchte GAIA und weitere Orte. Da ich ohnehin gerade dort war, um andere Dinge zu organisieren, schloss ich mich der Runde an. In Intendente gab es einen Input von Habita zu Gentrification in Lissabon. Schließlich klang der Abend im Casa da Achada aus. Schäuble und andere Krisen weiterlesen

Rainmaking und Strandpartys

Um Dança da Chuva. Nein, nicht dancing in the rain – dancing for the rain. Vor dem Portugiesischen Umweltministerim im Bairro Alto tanzen wir zu dem Klang Trommeln. Wir, das ist Climáx… ähhh ein ‚Stamm‘, den der Kameramann mitten in Lissabon gefunden hat. Er fragt, was wir denn da machen. Und eine Tänzerin erklärt ihm, dass das ein Regentanz sei, denn irgendetwas müssten wir ja gegen den Klimawandel unternehmen. Ob wir denn glauben würden, dass das helfe, fragt der Kameramann. Nein, sagt die Tänzerin. Warum wir denn tanzen würden? – Weil jede Maßnahme besser sei, als auf die Politik zu hoffen. Rainmaking und Strandpartys weiterlesen

Não Demolições!

In den illegalisierten Wohnvierteln des Stadtbezirks Amadora werden weiterhin Häuser zerstört. Viele der Bewohner_innen wissen nicht wohin, denn nur wer bereits 1993 von der Zählung erfasst wurde, hat ein Anrecht auf eine andere Wohnung. Und selbst dieser Ersatz ist so überteuert, dass sich die Menschen in den Bairros diesen Wohnraum nicht leisten können. Não Demolições! weiterlesen

Rassismus tötet!

Gestern fand am Rossio eine Demo anlässlich der Übergriffe gegen Menschen in Amadora statt. Dort hatte die Polizei Anfang Februar in dem Wohnviertel Cova da Moura Schusswaffen eingesetzt und anschließend sechs Leute (unter der fingierten Behauptung, diese hätte versucht in die Polizeistation einzufallen) verhaftete. Rassismus tötet! weiterlesen

Zeit

Die Zeit ist ein komisches Ding. Sie rennt, drumherum wirbeln alle Termine, Aufgaben, Dinge. Ich verzettle mich im Alltag – ganz wie „zuhause“ [moment, bin ich nicht gerade hier zuhause?]. Die Welt ist möglicherweise überall ein bisschen gleich. Zeit weiterlesen

Wer ist wo eingefallen? Rassistische Polizeigewalt im Lissabonner Stadtalltag

Am Donnerstag hat die Polizei in Amadora (einem Lissabonner Vorort) eine alternative Schule gestürmt, Leute angegriffen und sogar auf Menschen geschossen. Laut meiner Mitbewohnerin ein rassistischer Übergriff, wie sie in Lissabon täglich geschähen. Die betroffene Nachbarschaft werde regelmäßig von der Polizei angegriffen, da dieser der starke Zusammenhalt der dort lebenden, überwiegend von Cap-Verde stammenden Menschen nicht gefalle. Nur diesmal sei es anders, denn die Polizei hätte Aktivisten – unter anderem einen guten Freund meiner Mitbewohnerin – attackiert und verhaftet. Die Aktivisten wurden im bis heute andauernden Polizeigewahrsam brutal geschlagen und nur auf Druck von Anwälten zwischenzeitlich in ein Krankenhaus gebracht, um danach weiter misshandelt zu werden. Es gibt Fotos, die die Verletzungen belegen. Doch die Polizei behauptet, die fünf Verhafteten hätten versucht in die Polizeistation einzufallen. Meine Mitbewohnerin, die die letzte Nacht bei der Mutter ihres verhafteten Freundes und den heutigen Tag vor dem Polizeigewahrsam verbracht hat, ist völlig erschöpft. Die Betroffenen wollen Klage einreichen, aber wie meine Mitbewohnerin sagt, wurden in den letzten Jahren mehrere Leute von der Polizei erschossen, ohne dass dies zu Verurteilungen führte.

Portugiesische Artikel:
http://www.publico.pt/
http://www.tvi24.iol.pt
https://observatoriodocontroloerepressao.wordpress.com/