Steigende Temperaturen

Stell dir vor die globale Durchschnittstemperatur steigt um ein, zwei, drei, vier, fünf oder sogar sechs Grad an … Diese Situation versucht unser Klimaspiel 6 Graus da Vida („Sechs Grad in einer Lebenszeit“) darzustellen. Ein Aktivist hat einen wissenschaftlichen Report drüber, was ein Temperaturanstieg um sechs Grad konkret bedeuten würde zusammengefasst und auf Basis dessen haben Climáximo und Canto do Curió gemeinsam ein Spiel entworfen.

Es gibt eine große Weltkarte mit den verschiedenen Kontinenten, Spielelemente, wie z.B. Tiere, Pflanzen, Städte, Wassermassen, Feuer, usw., sowie zu jedem weiteren Grad Ereigniskarten.

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Gestern spielen wir das Spiel mit einer Schlulklasse in Queluz. Noch immer ist mein Portugiesisch zu schlecht um wirklich zu kommunizieren. Aber glücklicherweise haben wir das Spiel zu fünft angeleitet, so dass wir ganz gut mit den etwa zwanzig Kindern umgehen konnte. Schade war es trotzdem mich nicht richtig verständlich machen zu können. Seitdem habe ich den Gedanken, das Spiel vielleicht ins Deutsche übersetzen zu wollen.

Erst am Montagabend habe ich mich dazu entschlossen das Spiel mit anzuleiten, nachdem das Wochenende zuvor sehr chaotisch war. Viele Ideen standen für den Samstag im Raume, aber letztendlich entschied ich mich für maximale Faulheit und ging nur am Abend mit ein paar Leuten aus. Der Juni steht in Lissabon komplett unter dem Einfluss der Santos Populares und in jedem Stadtteil gibt es den Monat über Festlichkeiten.

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Die Plätze putzen sich heraus und schmücken sich mit bunten Girlanden. Überall werden Bier und Essen verkauft. An Ständen gibt es Churros: heißes Fettgebäck mit süßer Füllung nach Wahl.

Am Sonntag machten wir als Climáximo einen Stand beim Festa da Diversidade,  das am Wochenende in einem großen Park stattfand. Es ging um kulturelle Vielfalt und die Leute von SOS Racismo hatten viel Mühe aufgewendet, um es zu organisieren. Es gab Konzerte, viele Stände, verschiedenstes Essen, Kuchen und allerlei Getränke. Die meiste Zeit verbrachte ich an unserem Stand, dekoriere, verbarg mich vor der Hitze, lag eine Weile im Gras, holte mir irgendwann etwas zu essen, rettete Dinge vor dem plötzlich einsetzenden Sturm, verteilte Flyer an Vorbeigehende – doch dann tauchte ein toller Mensch auf: ich hüpfte über die Wiese, trank einen frisch zusammengestellten Guarana-Mixdrink und etwas später ein Bier und war einfach froh dort zu sein.

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