Osterewochenende in Combra und Porto

Derzeit ist mein Vater in Portugal zu Besuch und schaut sich gemeinsam mit seiner Frau verschiedene Orte an. Am Osterwochenende war ich mit den beiden in Coimbra und Porto. Von Osterritualen haben wir allerdings nichts mitbekommen. Stattdessen waren wir Teil der unglaublichen Touristenströme in Porto.

Am frühen Donnerstag Nachmittag trafen wir uns am Bahnhof Santa Apolónia, nachdem die beiden vorher in Estoril gewesen waren. Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt waren wir in Coimbra B ankommen, von wo aus wir mit einem Regionalzug nach Coimbra A und somit in die Stadt selbst hätten fahren können. Stattdessen nahmen wir ein Taxi zum Hotel. Wir richteten uns in den etwas altmodischen Zimmern ein, klärten noch einige Dinge und hatten dann gerade noch Zeit einen kleinen Teil der Universitätsstadt zu Fuß zu erkunden und ein Auto für die weitere Reise zu leihen. Das Auto bekam beim Unterstellen in der Tiefgarage eine Macke, was für einige Aufregung sorgte. Anschließend war es garnicht so einfach ein Restaurant zu finden, dass auch vegetarische Gerichte im Angebot hatte. Schließlich wurde uns von einem Passanten „La Brasileira“ empfohlen.

Nach einem späten Frühstück am nächsten Tag machten wir uns nochmal ins Zentrum von Coimbra auf, flanierten durch die Gassen, tranken Kaffee und kauften in einem Feinkostgeschäft ein.

Drei Stunden später machten wir uns mit dem Mietwagen auf den Weg nach Porto auf. In Figueira da Foz machten wir die erste Pause und aßen auf einer Parkbank am Meer Brote mit Käse. Einen zweiten Zwischenstopp machen wir in Aveiro, wo wir trotz fortgeschrittener Zeit kurz durch die Stadt schlenderten und Eis aßen. Aveiro ist von Kanälen durchzogen und gilt als das „Venedig Portugals“.

Erst am Abend erreichten wir Porto, wo wir in eine außerhalb des Stadtzentrums gelegene Pension eincheckten. Die Zimmer rochen etwas staubig, aber immerhin gab es in dieser Straße einige Restaurants, die zur späten Stunde noch geöffnet hatten.

Am Samstag Vormittag wachte ich etwas gerädert auf. Gegen zwei Uhr Nachts war ein minutenlanger Alarm ertönt, nachdem ich 2,5 Stunden lang wach gelegen hatte. Wie ich später erfuhr, ein Feueralarm, der durch einen Raucher in einem der Zimmer ausgelöst worden war. Aus diesem Grunde beschloss ich schon an diesem Abend wieder mit dem Zug nach Lissabon zu fahren, um wieder in meinem eigenen Bett zu schlafen. Aber erstmal begaben wir uns zu einem unfangreicheren Frühstück in ein Café gegenüber.

Mit der Metro fuhren wir ins Stadtzentrum – aber der Weg zum Ufer des Rio Douro war immer noch deutlich weiter als gedacht. In einem mit skurilen Gegenständen aus zweiter Hand dekorierten Bistro aßen wir am frühen Nachmittag ein zweites Frühstück und prüften unseren Standort auf der Karte. Immer wieder hieß es, bis zum Ufer seien es nur noch zehn Minuten, aber irgendwann erreichten wir es tatsächlich.

Es blieb noch ein wenig Zeit das Ambiente zu genießen und einen weiteren Kaffee zu trinken, bevor ich mich zum Zug nach Porto aufmachen musste.

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