Mit halber Kraft

Im Moment gelingt mir vieles nur halb. Ich bin nur halb gesund, huste und schnupfe vor mich hin. Das Hochbett, das ich mit Hilfe meiner Mitbewohnerin organisiert habe, stand ewig halb aufgebaut und klapprig über der provisorisch aufgeschlagenen Klappcouch. Inzwischen steht es, wackelt aber noch sehr, da es noch nicht an der Wand fixiert ist. Passende Schrauben fehlen noch und meine Mitbewohnerin versteht unter „Werkzeug haben“ den Besitz eines Schaubenziehers und zwei weiterer Teile. Eine richtig passende Matratze habe ich ebenfalls noch nicht.

Die letzten Tage habe ich zur Hälfte verschlafen. Jeder Versuch neuen Antrieb zu bekommen, versickert wieder. Letzten Mittwoch war ich bei der Fahradwerkstadt in der RDA, um mir eine Fahrrad zusammenzuschrauben. Aber im Gegensatz zu anderen ist meines nicht an einem Abend fertig geworden. Mal sehen, ob es diese Woche klappen wird…

Irgendwie bin ich mittlerweile auf fünf portugiesischen Mailinglisten gelandet. Ich komme kaum mehr mit dem Lesen mit, schreibe mir dann immer wieder Termine in meinen Kalender, und gehe dann meist doch nicht hin, weil ich mich zu erschöpft fühle. Die einzig noch ausstehende Hausarbeit für dieses Semester schiebe ich verzweifelt vor mir her. Die Deadline war irgendwann diesen Monat. Wann, weiß ich nicht genau. Eine portugiesche Sozialversicherungsnummer habe ich auch immer noch nicht: nachdem ich kürzlich mal wieder vier Stunden in der Loja de Cidadão gewartet habe, wurde mir gesagt, dass könne doch länger dauern, und ich solle im Februar nochmal nachfragen …

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